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„Sandras Gefühlsklumpen sieht aus wie ein Naturschwamm mit vielen kleinen Löchern, aber schwabblig und dunkelgrau. Er besteht aus viel Angst und auch aus Trauer und kann seine Grösse blitzschnell verändern. Er kann alles verschlucken, ratzfatz, das ganze Dorf, die ganze Welt. So ähnlich wie der Klumpen aus Angst und Trauer aussieht, fühlt er sich auch. In ihm gibt es keinerlei Klarheit, alles zittert, vibriert langsam und ist trostlos. Er hat keine klare Absicht, er hat einfach nur Angst. Angst zu sterben, Angst, dass er einfach weg sein könnte, dass niemand, also wirklich niemand, nicht mal die Sonne oder der Mond, ihn jemals gesehen hat.

Warum er „leben“ will weiss er nicht, er lebt ja gar nicht wirklich, er existiert nur. Wenn er sich ausdehnt und alles vernebelt, so dass Sandra nichts aber gar nichts mehr klar sehen kann, dann weil er sich fürchtet, dass es bald zu Ende geht. Dann bäumt er sich auf.

Wo kommt er her, der Gefühlsklumpen? Wie ist er entstanden?

Er ist unter dem Bett des kleinen Mädchens gewachsen.

Was hat er da gemacht?

Er hat aufgesaugt, was von dem kleinen Mädchen im Bett heruntergetropft ist. Dann konnte das Mädchen besser schlafen. Aber er hätte nicht dasein dürfen, diese Angst und diese Trauer, dieser unförmige Klumpen. Weil das Kind hätte glücklich, dankbar und brav sein sollen. Von Anfang an wollte niemand diesen Klumpen anschauen, geschweige denn fühlen. Lieber wie eine Staubmaus einsaugen. Aber das will er nicht. Himmelherrgott, er weiss vor lauter ängstigenden und traurigen Gedanken, die in ihn eingesickert sind, nichts ausser diesem: VERGISS MICH NICHT.

Mit den Jahren hat dieser Gefühlsklumpen, nennen wir ihn mal „Vergiss-mich-nicht“ sich von unter dem Bett ins Zentrum von Sandras Lebenssystem gerobbt. Da hockt nun „vergiss-mich-nicht“ und kann alles torpedieren in dem er seinen dicken undurchdringlichen Nebel verbreitet.“

Wenn Ängste und Trauer aus der Kindheit alles blockieren

Bei Sandra (der Name wurde geändert) hat sich gezeigt, dass irgendetwas in ihrem Leben alle Absichten und Pläne, sich eine gute Zukunft zu erschaffen, bereits im Grunde zu ersticken versucht. Es schien mit Angst zu tun zu haben.

Nach 2 Einzelsitzungen mit Odette war dann klar: ich, Antoinette, soll eine Aufstellung machen. Aber ich hatte keinen Impuls dazu.

In solchen Momenten setze ich mich hin, nehme Stift und Papier, verbinde mich, stelle innerlich Fragen und schreibe auf, ohne abzusetzen bis ich fertig bin. Der Text oben ist der Anfang dessen, was ich zu Sandra aufgeschrieben habe. Es ging dann noch weiter damit, was „Vergiss-mich-nicht“ braucht, um zur Ruhe zu kommen.

Im Gespräch mit Sandra wurde später am Tag auch klar, wo ihre Angst und Trauer herkamen, die unter das Kinderbett getropft sind – Sandras Mama war an Krebs erkrankt, als Sandra in der Grundschule war.

So begann sich alles einzuordnen und wir haben am Abend aufgestellt und herausgefunden, wie der Gefühlsklumpen dazu zu bewegen ist, aus dem Weg zur schönen Zukunft zu treten.

Traumaheilung ist Detektivarbeit

Oft können wir selbst nicht erkennen, was in der Tiefe wirkt. Schliesslich leben wir seit vielen Jahren damit und versuchen, ganau das zu vergessen.

„Das ist doch nicht so wichtig, das ist längst vorbei.“ Und viele mehr dieser Gedanken.

Wenn wir aber diese Themen ansprechen und beispielsweise fragen: wie geht es Dir, wenn Du daran denkst, wie das war als Deine Mutter damals krank war? und dann sofort Tränen kommen, dann ist klar, dass da „Druck in der Leitung“ ist. Wie bei Sandra wird ein Gefühlsklumpen nicht kleiner, nur weil wir uns weigern, ihn zu sehen. Im Gegenteil.

Wir, Odette und Antoinette, steigen deshalb mit Dir in Deinen Keller, wir finden mit Dir heraus, was es ist, das da wirkt.

Es ist kein Spaziergang im Rosengarten im Sonnenschein.

Es ist eine Tour durch Dein eigenes inneres Schloss, auf der wir Dich begleiten und halten, wenn wir lang verschlossene Türen erst mal einen Spalt breit öffnen. Und auf jeden Fall räumen wir den Thronsaal auf. Ja genau, der in dem Dein Herz auf seinem Thron sitzt.

Wenn Du auch mit uns arbeiten möchtest und alte Ketten sprengen, dann könnte unser Intensiv-Kurs Traumaheilung etwas für Dich sein:

Oder wenn Du Mutter oder Vater bist, wäre ein Live-Seminar vielleicht etwas für Dich?

In jedem Fall möchten ich Dich ermutigen, Deinen Gefühlen achtsam zu begegnen – auch wenn sie lästig scheinen. Sie haben eine Botschaft und der Umgang mit ihnen könnte genau der Schlüssel zu den Veränderungen in Deinem Leben sein, die Du Dir schon lange wünschst.

Lass es Dir gut gehen!

Herzlich

Antoinette