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Über mich

Geboren wurde ich 1964 in Basel und eigentlich sollte ich ein „Herbert“ werden – einen Mädchennamen hatten meine Eltern nicht. So wurde bekam ich kurzerhand denselben Namen wie meine Mama.

Ich war ein sehr lebhaftes und neugieriges Kind und liebte Tiere – alle Tiere. Wenn es geregnet hatte, brauchte ich für den Heimweg nach der Schule besonders lang. „Weil ich um die vielen Regenwürmer auf der langen Treppe herumlaufen muss“, wie ich meiner erstaunten Mama auf ihre Nachfrage erklärte. Aha. Der tägliche Zwischenstop bei den beiden Katzen einer Nachbarin war sowieso schon eingeplant. Die haben immer schon gewartet oder ich habe sie gerufen und flux standen sie da und wir haben uns kurz „unterhalten“.

Ich hatte ein wunderschönes Leben – von den Ausbrüchen meines Papas mal abgesehen. Aber der war ja (zum Glück – sorry Papi) den ganzen Tag im Büro. Meine kleine Schwester liebte ich (und tu es heute noch), obwohl wir ziemlich verschieden sind.

 

Unser erster Hund, der da seine Nase ins Bild streckt, war gleich eine Herausforderung. Niemand hatte eine Ahnung von Hunden in unserer Familie und Tell, wie mein Liebling hiess, war ein richtiger Dalmatiner-Mann mit Schutzambitionen.

Ich war restlos überfordert. Wir suchten eine Hundeschule auf, wo der Hundetrainer total begeistert war, weil Tell ihm sofort angegriffen hat, als er meine Mutter an der Schulter berührte. Aber ähhhm, wir wollten einen friedlichen Familienhund, keinen Schutzhund.

Eigentlich begann damals schon mein Thema mit dem „normalen“, damals mit dem was in einer Hundeschule in den 70er Jahren normal war. Ich machte mir viele Gedanken und hatte das Gefühl, auf einem guten Weg mit ihm zu sein, als er mit erst 7 Jahren plötzlich an einer Thrombose verstarb. Eine Welt brach für mich zusammen. Ich wurde in der Schule in fast allen Fächern eine Note schlechter.

Dann kamen die Pferde in mein Leben, was hatte ich mich nach ihnen gesehnt.

In der Reitschule begegnete mir als ich etwa 16 war und jede freie Minute im Stall verbrachte, (wo ich auch viel gelernt habe, das ich mir danach mühselig und achtsam wieder abgewöhnt habe) meine erste grosse Pferdeliebe: Sultane, eine junge Schweizer Warmblutstute, die über den Winter zum Beritt dort war. Ich durfte sie reiten und lernte ihre Besitzerin kennen und durfte dann mit Sultane gemeinsam aus dem Reitstall quasi ausziehen. Dort wo sie wohnte gab es weit und breit keinen Reitplatz und Sultane und ich haben Stunden und Tage gemeinsam in der Natur verbracht und waren auf unzähligen Vereinsritten und auch in den Vereinsreitstunden. 

Als ich an der Uni war, fuhr ich morgens um 5 los, um noch mit ihr auszureiten, bevor ich dann um 10 geduscht und glücklich im Vorlesungsraum (manchmal auch erst zur zweiten Vorlesung) erschien.

Meinen späteren Freund habe ich jahrelang erklärt, dass mich Pferde halt mehr interessieren würden. Er ist trotzdem drangeblieben und wir waren 6 Jahre lang ein sehr glückliches Paar.

 

 

Einige Jahre später, ich hatte damals bereits mein erstes eigenes Pferd Penta, wurde ich Mutter.

Damit begann ein neues Leben. Ich liebte Kinder und hatte zuvor 10 Jahre lang bei den Pfadfindern die jüngeren Mädchen, Bienli, wie sie in der Schweiz hiessen, betreut.

Ich hätte an und für sich gerne zu einem kleinen Prozentsatz weiter gearbeitet, aber mein Lebenspartner und der Vater unserer Söhne war gerade dabei, ein Geschäft aufzubauen und wollte sich die Kinderbetreuung nicht teilen.

Simon, unser ältester war und ist ein wundervoller, leuchtender Mensch, so kam er zur Welt und meine Aufgabe als Mutter sah ich darin, ihm dieses Leuchten zu lassen und ihn zu begleiten. Das sagte ich mir tatsächlich selbst so.

Simon hatte bis zum Alter von 4 Jahren viele Wutanfälle – neben dem Strahlen und der Phantasie und seiner Farbenfreude.

Ich wurde dazu angehalten, ihn dann in sein Zimmer zu sperren, was mir aber im tiefsten Herzen widersprach. Ich wollte, dass er lernte, mit seinen Emotionen umzugehen. Mein Papa, musst du wissen, war in einem Heim für Schwererziehbare, wie das damals so schön hiess, und aus eigener Erfahrung wusste ich, dass er durch all die Strafen, von denen er erzählt hat, überhaupt nicht gelernt hatte, mit sich und seinen Emotionen umzugehen. 

So beschloss ich, dass er zwar mit seiner Toberei nichts erreichen sollte, aber trotzdem zu uns gehörte und sich bei uns aufhalten dürfe. Und siehe da, irgendwann hörte es einfach auf und kam nie wieder. 

Dafür hatten wir – der Vater unserer Söhne und ich – uns über den Erziehungsfragen reichlich entzweit. Und als sich herausstellte, dass unser zweiter Sohn Jan mit einer cerebralen Dysfunktion zur Welt gekommen war, wurde alles zuviel. Zumal die Traumfrau noch auftauchte – und es kam zur Trennung. 

So stand ich da mit zwei kleinen Kindern, einem davon mit speziellen Bedürfnissen, ohne Job und mit einem langen „Berufsloch“.